Dienstag, 28. November 2017

Senden oder nicht senden, das ist hier die Frage, oder: Perfektionismus vs. Umweltschutz

Nun ist es also auch mir passiert... Fast schon unglaublich, aber trotzdem leider wahr... Von peinlich ganz zu schweigen... Ausgerechnet mir als Übersetzer...
Was passiert ist? Das, wovor ich meine Schüler immer wieder warne, und wogegen man im Falle eines Falles unbedingt versichert sein sollte: Der Tippfehler in der Drucksache!

Einmal im Jahr schicke ich "echte" Post an meine Kunden, zusammen mit einem kleinen Dankeschön im Umschlag, und dieses Jahr war ein Tippfehler drin, den ich aber erst entdeckt habe, als die fertig gedruckten Karten bei mir ankamen.

Was tun?
Ausbessern und trotzdem verschicken? Auch wenn das (vermutlich) den meisten auffällt? Denn das hinterlässt je dann genau den Eindruck, den man als (guter) Übersetzer vermeiden will, nämlich dass man nicht ordentlich Korrektur liest.
Oder wegschmeißen, nochmal bestellen, evtl. sogar noch für Eilzustellung extra zahlen und die neuen Karten schicken? Auch wenn das nicht gut zu meinem Bestreben passt, (nicht nur) geschäftlich so umweltfreundlich wie möglich zu agieren?

Ich habe mich für die erste Variante entschieden.
Ja, das heißt, dass sich vielleicht ein Kunde wundert, wieso er von mir (die doch sonst immer 200%ig arbeitet) eine händisch korrigierte Karte bekommt. Aber - und darauf setzte ich - er denkt sich dann vielleicht auch, dass das Neudrucken für diesen Zweck zum einen übertrieben und zum anderen nicht sehr umweltfreundlich wäre, und dass es halt einfach menschlich ist, Fehler zu machen. Und vielleicht sieht er es ja sogar positiv, dass ich auch dazu stehe und bereit bin, damit zu arbeiten...

Vielleicht halten mich jetzt auch einige für naiv, gutgläubig oder hoffnungslos optimistisch. Nun, zumindest letzteres bin ich auf jeden Fall, und deshalb gehe ich davon aus, dass mir diese Entscheidung nicht wirklich schaden wird. Meine Kunden kennen mich schließlich (zumindest die, die Post von mir bekommen) und wissen, wie ich bin und arbeite. Ansonsten werde ich ja sehen, was daraus wird....

In diesem Sinne schon mal eine schöne und nicht hektische Vorweihnachtszeit!

Samstag, 25. November 2017

The future of translation

I have recently posted about the rosy future for translators, despite the recent rise of no-longer-quite-as-terrible-gibberish-producing machine translation, and at the SDL Roadshow I attended this week in Munich, the statistics also confirmed that translation (and related fields) is a strongly growing industry and there will be plenty of work to go around in the future.

I am by far not the only one writing and thinking about this topic, and opinions vary, yet the one thing almost everyone agrees on is that we will not be able to escape MT in the long run (except perhaps in some very specialized and creative areas).
The real question therefore is how we as translators will deal with this.

Post-editing is more and more becoming a skill of which every translator should at least have some knowledge, and some may even decide to concentrate on that instead of on the traditional approach to converting a text from one language into another.

My colleague Elisabeth Hippe-Heisler has recently posted about her experience with one of the new neural MTs, DeepL, on her blog, which is very much worth a read. Her conclusion: "If computers are indeed becoming more and more capable of taking over the boring bits of our work, then this can only be a welcome move forward. For it’ll mean we will at last be able to concentrate and spend more time on the bits in our texts that are actually interesting, that are blissfully complex and therefore worth getting our teeth into!"
I can only agree!

Donnerstag, 16. November 2017

Konferenzdolmetschen - was steckt dahinter?

Sehr passend zum Stoff, den ich gerade mit meiner Klasse zum Thema Dolmetschauftrag durchgenommen habe, hat der Verband der Konferenzdolmetscher (VKD) im BDÜ ein neues Video veröffentlicht, das Auftraggebern sehr schön erklärt, wie das eigentlich ist mit dem Konferenzdolmetschen.

Viel Spaß beim Anschauen!


Das Video gibt es übrigens auch auf Englisch.

Freitag, 10. November 2017

Looking for a job?

I'm usually not out looking for employment as I really love being a freelancer (who's also teaching, true, but that's just a side-line), but I know that finding a position as a translator or interpreter in a company (and I mean not necessarily an agency) is increasingly becoming a viable option for new colleagues.
So I was happy to find a place where these types of jobs are listed, with the best part being that there is no geographic limit, meaning they are from all over the world.
It's not a huge list, but I thought I'd share it anyway. Plus, I really like slator.com for all kinds of news in the industry, so even if you don't find your dream job, at least you can get some current information on all kinds of translation and interpretation related things.
Have a look here -  and a great weekend!

Samstag, 4. November 2017

11. Baden-Württembergische Übersetzertage in Reutlingen

Leider ist es für mich zu weit weg, aber wer es irgendwie einrichten kann, sollte unbedingt zu den 11. Übersetzertagen in Reutlingen vom 10. bis 16. November. Es gibt jede Menge sehr interessante Veranstaltungen, die zeigen, welch wichtige Rolle literarische Übersetzer spielen - auch wenn sie eher nicht im Rampenlicht stehen.

Eine ausführliche Programmübersicht gibt es hier.

Ach ja, und wenn jemand geht: Bitte berichten!!