Donnerstag, 29. Dezember 2016

Jahresrückblick

In zwei Tagen ist 2016 schon wieder vorbei... Geht es nur mir so, oder schien dieses Jahr besonders schnell zu vergehen?
Und was für ein Jahr das war?! Von den politischen und sozialen Ereignissen will ich gar nicht reden, und auch, dass 2016 höchstwahrscheinlich als das "Jahr des Todes" in die Annalen eingehen wird, möchte ich nicht weiter vertiefen.
Aber auf mein Jahr möchte ich dann doch zurückschauen und die üblichen Fragen zum Jahresende stellen: Wie lief es so? Was hat sich, wenn, verändert, und wie? Geht es mir anders als vor einem Jahr?

Will ich mich kurz fassen, formuliere ich es auf Fränkisch: Passd scho!

Etwas ausführlicher kann ich sagen, dass es kein schlechtes Jahr war, und sogar eines der besseren, beruflich gesehen.
Zwar war das Unterrichten zeitweise wirklich anstrengend und Nerven-raubend, aber Spaß macht es die allermeiste Zeit immer noch. Allerdings habe ich mit 12 Stunden dieses Schuljahr definitiv meine Obergrenze erreicht, zumal ich jetzt zum ersten Mal auch in der FAK1 unterrichte, was eine ganz neue Herausforderung für mich ist. Dafür darf ich aber auch aktiv an der Reform der Fachakademien in Bayern mitwirken, was nicht selbstverständlich ist für Nebenberufler.

Mein Hauptberuf hat mich im vergangenen Jahr gut ausgelastet - manchmal kam alles auf einmal, dann war es wieder ruhiger, aber langweilig war mir nie. Ich hatte eher das Gefühl, dass jetzt die Zeit für weitere Optimierungen gekommen ist, was ich auch schon mit mehreren Webinaren, Gesprächen, Lektüren und ersten Versuchen in den letzten Wochen angefangen habe.

Wichtig war und ist mir immer noch die richtige Balance zwischen Arbeit und Leben, und die habe ich 2016 richtig gut hinbekommen, finde ich. Und meiner Meinung nach hat nicht zuletzt das auch dazu beigetragen, das ich gesundheitlich wieder fit bin und meinen Hobbys wieder uneingeschränkt frönen kann. Und das wirkt sich ja dann auch wieder positiv auf die Arbeit aus...

Für 2017 wünsche ich mir (und arbeite daran), dass ich mich stetig verbessere, und zwar nicht nur professionell - das ist ja selbstverständlich -, sondern auch privat, sprich, dass die Zeit für Arbeit und Spielen im richtigen Verhältnis steht. Nicht nur manchmal oder ab und zu, sondern  eigentlich immer.

Und genau das wünsche ich auch euch!
Bis nächstes Jahr!

Freitag, 16. Dezember 2016

Klassenausflug

Vor Kurzem durfte ich meinen ersten Klassenausflug als Lehrkraft organisieren und zusammen mit einer Kollegin durchführen. Eigentlich nicht etwas, das ich bei meiner nebenberuflichen Tätigkeit erwartet hätte, aber wer an der Sprachenschule eine gute Idee hat, darf sie dann auch gleich umsetzen... ;-)

Auslöser war die Tatsache, dass die Fotoausstellung des BDÜ Landesverbands Bayern über die Nürnberger Prozesse zur Zeit in Nürnberg im Gericht zu sehen ist, und ich diese Gelegenheit meinen Schülern nicht vorenthalten wollte.

Dass die Nürnberger Prozesse quasi die Geburtsstunde des Simultandolmetschens waren, hat zumindest jeder, der Berührungspunkte mit der Übersetzer- und Dolmetscherbranche hat, bestimmt schon mal gehört (und meine Schüler sowieso).

Kleiner Exkurs: Bis dahin fand jegliche mündliche Übertragung von einer Sprache in eine andere konsekutiv statt, also hintereinander. Bei vier Prozesssprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Russisch) hätten die Verhandlungen also ewig gedauert, und besonders exakt wären sie nach der dritten Übertragung bestimmt auch nicht mehr gewesen... Deshalb entschloss man sich, die Verdolmetschung simultan, also zeitgleich mit dem Redner, durchzuführen - eine Revolution!

Am Ort des damaligen Geschehens, dem Justizpalast in Nürnberg, wurde vor ein paar Jahren ein Museum dazu eingerichtet, das "Memorium Nürnberger Prozesse". An sich schon sehr sehenswert und überaus informativ, wäre das alleine schon eine Reise wert gewesen, aber für meine Schüler war das eigentliche Highlight des Ausflugs die Fotoausstellung, nicht zuletzt, weil ich den zuständigen Referenten des BDÜ, Dr. Theodoros Radisoglou, zusammen mit der OLG-Richterin Beyerlein als persönliche Begleiter durch die Ausstellung gewinnen konnte. (Einen ganz herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an dich dafür, Theo!)

Für meinen ersten Ausflug als Lehrkraft muss ich sagen, war es ein voller Erfolg, u.a. auch, weil die 20 Schülerinnen und 1 Schüler absolut diszipliniert und zuverlässig waren, was meine Aufgabe sehr leicht gemacht hat.
Und was ich so an Rückmeldungen bekommen haben, hat es ihnen auch sehr gefallen - Win-Win!


Freitag, 9. Dezember 2016

10 ways that studying languages ruins your life

I'm sure some of you have seen this before, but it is just too good (and sad but true) to not look at it again (and again and again and again...). Courtesy of europelanguagecafe.

  1. The ‘mental block’ becomes your daily torture (in native and learned languages alike)
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Brain: Knows more than one language –> refuses to find the correct word for the language you are speaking in.
  1. You have to decide between sounding pretentious or pronouncing it wrong when you order foreign food
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You refuse to pronounce it ‘choriTSo’ but your beautifully pronounced ‘chorizo’ with a rolled ‘R’ will leave the waiter silently judging you
  1. All roads lead to teaching
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As much as you try to avoid it, at some point, you will become a teacher of your native or studied language. In fact, when people find out you are multilingual, they are likely to assume that teaching is your profession. On the bright side, you’ve always got that to fall back on!
  1. Monolinguals don’t appreciate the struggle
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Your compatriots think it’s a hobby, and native speakers of the languages you have learnt make your life difficult; JUST SLOW DOWN.
  1. The subjunctive
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‘Nuff said.
  1. You have several keyboards activated on your smart phone, making conversation-switching a nightmare
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*write anything* *auto-correct is not your friend*
  1. You find yourself constantly on the move
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Speaking languages makes you travel; travelling makes you learn more languages; and so the circle continues, endlessly. Your mother will have something to say about it.
  1. You become a habitual eavesdropper
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It can happen anywhere. You’re just casually grabbing a coffee and then BAM; someone speaking the language you’ve learnt sweeps by, and you freeze, listening in. Whoever is having a coffee with you will be confused by your blank expression and coffee mug hovering halfway towards your face.
  1. Friends and family use you as a translation resource
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“Could you just have a read through my CV in English?” “I want this part to be in French as well, can you just quickly translate it?” PEOPLE. This stuff takes time and effort!
  1. You suddenly find your native language inadequate to express yourself
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So many words are required to describe something for which there is not a term in your native language. It gives your speech a certain je ne sais quoi.

This is the fate you have chosen for yourself. But hey, when they said that languages would open doors for you, they weren’t wrong!
In fact, you can find a job with Europe Language Jobs and your languages will take you traveling.
Gifs from giphy.com

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Globalisierung... oder doch nicht?

Es weihnachtet ja schon wieder sehr - inzwischen ja auch ganz legitim, immerhin ist jetzt Advent -, was heißt, dass auch für mich wieder die Zeit der Schneckenpost gekommen ist.

Normalerweise geschieht ja so ziemlich alle Korrespondenz inzwischen auf elektronischem Wege,  was natürlich praktisch und Baum-schonend ist, aber einmal im Jahr möchte ich meinen Kunden doch persönlicher schreiben und mich für das vergangene Jahr bedanken. Und dazu nehme ich dann tatsächlich Papier und Stift und Briefmarken in die Hand! Schadet ja auch nicht, sonst verlernt man das Schreiben ja noch komplett... ;-)

(c) ROSI Bavaria
Bei den Vorbereitungen ist mir diese Jahr aufgefallen, dass inzwischen fast die Hälfte meiner Kunden (und hier meine ich Firmen, keine Privatkunden) in einem Umkreis von 100km von mir zu finden ist?! Das war mir gar nicht so bewusst, was allerdings wohl auch darauf zurück zu führen ist, dass diese regionalen Kunden teilweise noch ganz neu sind und (noch) nicht so viel Umsatz ausmachen.
Nichtsdestotrotz finde ich es erstaunlich, dass selbst in unserer oh-so-globalisierten Welt, in der Dank des World Wide Web Kommunikation quasi immer und überall und nach überall möglich ist, viele Kunden ihre Dienstleister scheinbar doch lieber in der Nähe wissen - auch wenn man sich vielleicht nie "live" begegnet. Aber möglich wäre es ja. Ein paar habe ich ja auch tatsächlich schon im wahren Leben getroffen. Und bei einem war es während der Post-Streiks sogar sehr gut, dass ich nur 20km von ihm entfernt bin, denn so konnte er die dringende beglaubigte Übersetzung bei mir abholen.

Also, Globalisierung hin oder her, Kundennähe kann auch im wörtlichen Sinne von Vorteil sein und ist scheinbar auch wieder mehr gefragt.

Oder welche Erfahrungen haben die Kolleginnen und Kollegen da so gemacht? Sind die Kunden eher lokal oder eher international?
Ich vermute, dass wohl die Sprachkombination und die Fachgebiete auch etwas damit zu tun haben, aber vielleicht gibt es ja doch einen Trend?