Donnerstag, 30. Juni 2016

Mehr Licht auf Übersetzer! - Oder?

Auf boersenblatt.net erschien vor ein paar Tagen ein kleiner Artikel von Volker Heydt zum Thema der Sichtbarkeit der Literaturübersetzer, nachzulesen hier.

Bis jetzt gibt es nur wenige Kommentare dazu, dafür aber auch kontroverse mit interessanten Punkten.

Mein Hauptbetätigungsfeld fällt ja eher in den nicht-literarischen Bereich, und die Nennung von Übersetzern z.B. bei Bedienungsanleitungen erscheint mir, ehrlich gesagt, auch etwas absurd. (Obwohl, dann müsste so mancher Hersteller endlich zugeben, dass Herr Gugel beauftragt wurde...)
Nichtsdestotrotz würde mich interessieren, wie wichtig es zum einen den Übersetzern, zum anderen aber auch den Empfängern (Kunden, Zielgruppe...) im Falle von beispielsweise Webseiten, Werbung oder Jahresberichten ist, namentlich zu wissen, wer den Text übertragen hat, soweit das nicht sowieso schon geschieht.
Und noch weiter gesponnen: Wäre das überhaupt eine gute und wünschenswerte Sache? Würde das evtl. die Qualität, den Preis o.a. beeinflussen? Warum oder warum nicht? Und wenn ja, positiv oder negativ?

Mittwoch, 22. Juni 2016

Challenge for interpreters

Just this week I had to remind my interpreting students how important it is to address people correctly - and then this pops up on Facebook:


This won't be part of their exam in two weeks - but it would have been interesting to see how they deal with it...
To be fair though, I wouldn't have known all the correct translations, either... Would you have?

Mittwoch, 15. Juni 2016

Zitat der Woche

Wie menschlich Menschen sind,
zeigt ihr Umgang mit der Muttersprache.
 Friedrich Schiller (1759 - 1805)

Donnerstag, 9. Juni 2016

Speak slowly, speak in your mother tongue

The news is not new in itself (the post is from February), but it was new to me - even though the content of it wasn't. (Have I confused you yet?)
What am I talking about? The fact that the interpreters of the European Parliament have asked its Members to speak slowly and use their mother tongue when saying something (read the article here).

Anyone who has ever interpreted knows how difficult it is to render the spoken word accurately when the speaker is going at as much as 180 words per minute. Add to that an accent or not-quite-correct grammar and vocabulary and you soon have the interpreters tearing out their hair in frustration by the fistful. And if it's both... well, need I say more?

(c) ralaenin
 While there are situations where people using a common language is expedient for one reason or another, for example in smaller companies, at international conventions etc., there should be truly no reason for this in any of the bodies of the EU. As the article says, there are sufficient interpreters available.

Besides, I think being able to say what you really mean, especially when it comes to politics or business, should be worth the price - and the time - of (good and proper) interpretation.

So the advice to "speak slowly and in your mother tongue" applies not only in the European Parliament, but really to all important communication, wouldn't you agree? After all, that's what we professionals are for...

Samstag, 4. Juni 2016

Beruf mit Zukunft

Nachdem ja zur Zeit die staatlichen Prüfungen an den Fachakademien für Übersetzen und Dolmetschen laufen, ist (nicht nur) in den anderen Klassen auch die Frage präsenter, wie die Zukunftsaussichten für Übersetzer und Dolmetscher aussehen.
Die Antwort lautet: Sehr gut!

Diversen Untersuchungen und Expertenmeinungen zufolge gehört die Übersetzungsindustrie mit zu den Branchen, in die es sich lohnt zu investieren (7 Fastest-Growing Industries to Investin for 2016). Die US-amerikanische Behörde für Arbeitsmarktstatistiken beispielsweise rechnet zwischen 2012 und 2022 mit einem Wachstum von 46 Prozent in dieser Branche!

Der Hauptgrund dafür ist natürlich die Globalisierung - heutzutage kann (und muss oft) fast jedes Unternehmen international aufgestellt sein, um erfolgreich zu sein. Und das funktioniert natürlich nur, wenn die angebotenen Waren und Dienstleistungen auch international vermarktet werden können, was wiederum nur dann erfolgreich sein kann, wenn die Angebote in der Zielsprache verstanden werden können. 
Und dafür braucht es gute Übersetzer und Dolmetscher, und die wird es auch in Zukunft brauchen. Denn egal wie gut die Technology auch ist und wie schnell sie sich entwickelt, solange es keine künstliche Intelligenz gibt, die Sprache und v.a. aber auch Menschen verstehen kann, wird Sprachmittlung (und damit meine ich nicht nur die Übertragung von einer Sprache in eine andere, sondern v.a. die Vermittlung zwischen Menschen und Kulturen und die Ermöglichung von Kommunikation, die sich nicht nur auf der einfachsten Ebene abspielt) immer Menschen benötigen, wenn sie wirklich gelingen soll.

Also, liebe Studierende, konzentriert euch darauf, zu lernen, was es zu lernen gibt, und zwar nicht nur sprachlich, dann könnt ihr der Zukunft zuversichtlich entgegen sehen!