Freitag, 21. Februar 2014

Musikalischer Ansatz bei Übersetzungen


Die Translation People haben vor einer Weile einen sehr interessanten Artikel geschrieben, bei dem es um den Zusammenhang zwischen Sprache, Übersetzung und Musik geht. Zum Thema Musik habe ich ja schon mal was geschrieben, aber es ist nun mal etwas, das mir am Herzen liegt.

Ich bin ja selbst auch Musikerin und schon länger der Meinung, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen musikalischer Begabung und der Fähigkeit des Übersetzens und Dolmetschens. Zum einen habe ich jede Menge Kolleginnen und Kollegen, die singen und/oder ein Instrument spielen - die Tatsache, dass wir im BDÜ LV Bayern gerade dabei sind eine Band zu gründen, ist sicherlich auch kein Zufall -, zum anderen ist ja Sprache im Grunde genommen erstmal eine akustische Angelegenheit, bei der mit verschiedenen Lauten und Tonhöhen kommuniziert wird. Und das ist doch nichts anderes als was in der Musik auch geschieht, oder? Und es gibt ja auch viele Sprachen, die eher gesungen als gesprochen klingen.

Außerdem geht es zumindest mir so, dass ich mir einen Liedtext viel leichter merken kann, als einfach etwas auswendig zu lernen - ich muss ein Lied nur ein paar Mal hören, und ich kann problemlos mitsingen. (Note to self: Vielleicht sollte ich in Zukunft das Vorbereitungsmaterial für einen Dolmetscheinsatz mit Klavierbegleitung singen und aufnehmen und mir immer wieder vorspielen…)

Es würde mich wirklich interessieren, ob an dieser These etwas dran ist, nämlich dass musikalische Menschen sich mit Sprachen leichter tun. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel - ich denke da nur an meine Professoren an der Uni in Amerika, die es partout nicht schafften, die Namen der deutschen Komponisten korrekt auszusprechen… Wobei Aussprache ja genau genommen wieder ein anderes Thema ist, das m.E. sehr viel mit der Hörfähigkeit zu tun hat.

Was meinen denn meine Leserinnen und Leser, und v.a. die Kolleginnen und Kollegen?

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