Mittwoch, 27. März 2013

Wörterbücher

Ich weiß ja nicht, wie es den Kolleginnen und Kollegen geht, aber mir passiert es immer wieder: Man unterhält sich mit jemandem, das Gespräch kommt auf den Beruf, und eine der Fragen, die so gut wie immer  gepaart mit erstaunt hochgezogenen Augenbrauen kommt, lautet: "Wieso brauchst du denn Wörterbücher? Du bist doch Übersetzerin/Dolmetscherin."
Ja, bin ich, aber das ist nicht gleich bedeutend mit einem Dasein als wandelndes Wörterbuch (und schon gar nicht auf Abruf). Im Gegenteil, mein Beruf zeigt mir immer wieder aufs Neue, dass Wörterbücher nicht unbedingt die letzte und bestimmt nicht die einzige Instanz sind, wenn es darum geht Inhalte von einer Sprache in eine andere zu übertragen. Es gehört noch viel mehr dazu, zum Beispiel Sprachgefühl, kulturelles Wissen, Fachwissen, Allgemeinbildung, etc., wovon vieles nicht in Büchern zu finden ist, egal in wie vielen Sprachen diese sind oder wie bekannt der Verlag.
Das wiederum bedeutet aber auch nicht, dass Wörterbücher, Glossare u.ä. völlig für die Katz sind und bestenfalls als Türstopper geeignet. Nein, sie sind und bleiben notwendige Arbeitsmittel für Übersetzer und Dolmetscher, sowohl in Buchform als auch digital und online.

Meine persönliche "offline" Wörterbuch- und Nachschlagewerkbibliothek hat sich in den letzten Tagen deutlich vergrößert, zum einen Dank einer großzügigen Spende der Witwe eines kürzlich verstorbenen Kollegen, zum anderen weil ich endlich einige schon länger angedachte Einkäufe getätigt habe. Nun habe ich eine ganze Reihe Fachwörterbücher zu Gebieten, in denen ich entweder bereits arbeite, oder in die ich (weiter) vorstoßen möchte, plus ein paar "Schmankerl" (z.B. dieses), die für manche vielleicht schon Antiquariatscharakter haben, für mich aber zum einen historisch äußerst interessant, zum anderen aber auch durchaus noch relevant und hilfreich sind. Es kommt halt immer darauf an, was für Aufträge einem so über den Weg laufen.
V.a. bei etwas "ausgefalleneren" Fachgebieten und/oder Sprachkombinationen sind Wörterbücher oft nicht mehr oder nur schwer zu haben, weil sie teilweise schon lange nicht mehr gedruckt werden. Deshalb stöbere ich auch immer gerne durch die Bücherkisten auf Flohmärkten und in Antiquitätenläden und gehe bevorzugt in kleine Buchläden, denn dort verstecken sich nicht selten kleine Kostbarkeiten in einem verstaubten Regal hinten in der Ecke. Der Verkäufer ist froh einen Abnehmer gefunden zu haben, und ich bin stolze Besitzerin eines neuen Mitglieds meiner Bibliothek, das mir (hoffentlich) gute Dienste leisten wird.
Und ja, ich gebe es zu, ich liebe Bücher einfach....


Donnerstag, 21. März 2013

New PC

As I had mentioned here, I dared to switch computers a few weeks ago. My by now 4-year-old desktop had begun to show certain signs of a slow, yet imminent  death, and since I had already had a hard drive crash the beginning of last year and needed to get a new notebook anyway, I decided to bite the bullet and kill two birds with one stone, so to speak.
I purchased a DELL Vostro 3560 notebook (with Core i7 processor, 8GB of RAM and a 500GB + 32GB SSD hard disk and 4(!) 3.0 USB interfaces) and made it my actual work computer by plugging it into a Logitech Alto Connect notebook stand (with 4 USB hub) and attaching a second monitor.
Well. The hardware set-up was the easy part. What had me somewhat apprehensive was the fact that I had to install all programs and transfer all data, preferably quickly and without too much hassle. Anyone who's ever done this knows what a daunting task that is! I decided to not rush anything and do the switch in several steps rather than all at once (and potentially frustrating myself to no end).
First, I installed the programs. And already I hit the first snag: My desktop still runs on Windows XP, the notebook works with Windows 7, which means different drivers etc. which I had to find and install, too. Then there was the matter of licenses for certain software, which I eventually solved quite satisfactorily, in part with unexpected help.
The next step was transferring the data. Enter problem No. 2: The 1:1 backups wouldn't copy to the notebook, even after authorizing access for everyone and their dog?! I had an IT expert take a look at this, and he figured that the backup program I'm using does something to the files that makes them unusable on another computer. Which meant that I had to manually copy and past every single file, first onto an external hard drive, then from there to the notebook. As there was no vacation in sight and business had to go on without interruptions, I scheduled that time-consuming task on a weekend, and it did indeed take the better part of it. In the process, I also split the hard drive into a "Data" partition and an "Everything Else" partition and furthermore sorted through (read: discarded) some old(er) data. A kind of Spring cleaning, if you will (even if it is STILL snowing today, but that's an entirely different matter we won't talk about here...).

And then... I opened my office on Monday morning with my brand-spanking new computer set-up, and guess what: It worked without any glitches and has been doing so ever since! I am still a little in awe of myself that I pulled this off so smoothly (mostly) on my own. Sure, it still took a few days until I found my way around Windows 7 without too  much trial and error, and yes, it wasn't until another week or two had passed until all settings were the way I wanted them, but still! Move to new computer successfully completed - and boy is it fast?! This was definitely worth it! Especially since now I can simply unhook the notebook and take it with me when on the go or when I want to work somewhere other than in my actual office. No more transferring files or relying on cloud services for me! Yeah!

BTW, the old desktop is still alive: I set it up with the other monitor on the other desk, just in case...

Donnerstag, 14. März 2013

Das Deutsch unserer Nachbarn

Mein erster und immer noch einer meiner liebsten Kunden ist eine Agentur aus Zürich. Und auch andere Schweizer möchten hin und wieder etwas von mir übersetzt haben. Kein Problem, schließlich sprechen die ja auch Deutsch, oder? 
Tun sie, aber eben ihre eigene Variante. Nein, ich meine nicht das Schwyzerdütsch, das im Deutsch-sprachigen Teil unseres Nachbarlandes gesprochen wird, sondern das "Hochdeutsch" genannte Deutsch, das dort geschrieben wird. Denn sehr zum Leidwesen der armen Schweizer unterscheiden sich gesprochene und geschriebene Sprache ziemlich frappant. Eigentlich sind es zwei Sprachen, die sie können (müssen)... Aber darüber wollte ich eigentlich auch nicht schreiben. Wenn ich mit den Kunden spreche, reden sie natürlich Hochdeutsch, und ich verstehe sie ohne Probleme. Auch der Schriftverkehr ist kein Thema, bis jetzt sind wir noch immer gut zurecht gekommen.
Beim Übersetzen merkt man aber, dass es doch Unterschiede gibt. Die meisten meinen, dass das fehlende "ß" das einzige ist. Oft sind es aber die einfach anmutenden, scheinbar bekannten Wörter, deren Bedeutung entweder komplett anders ist oder sich einem gänzlich entzieht, bei denen deutlich wird wie unterschiedlich unsere Sprachen doch sind. Vor allem die Behördensprache hat es in sich. Aber dafür gibt es jetzt Hilfe: 
TERMDAT, die Online-Terminologiedatenbank der Rechts- und Verwaltungssprache der Schweiz.
Sie hat 400.000 Einträge und umfasst die Fachwortschätze der verschiedensten Rechts- und Verwaltungsbereiche mit Schwerpunkt auf der Terminologie des Bundesrechts sowie zahlreicher weiterer Sachgebiete (z.B. Bildung, Energie, Finanzen, Landwirtschaft, Militär, Politik, Verkehr, und Wirtschaft) in den vier Landessprachen der Schweiz – Deutsch, Französisch, Italienisch, Romanisch – und Englisch. Betrieben wird die Datenbank von der Sektion Terminologie der Schweizerischen Bundeskanzlei und liefert neben Termini, Definitionen und Anmerkungen (z.B. Gebrauchshinweise) weitere nützliche Informationen wie Bezeichnungen und Abkürzungen schweizerischer und internationaler Behörden, Institutionen und Organisationen oder Titel und Abkürzungen sämtlicher Bundeserlasse.
Alles in allem also eine wirklich hilfreiche Seite (nicht nur) für Übersetzer, die mehr oder weniger regelmäßig mit der Schweizer Version des Deutschen zu tun haben.

Samstag, 9. März 2013

Sweet Dreams

I was out of town the last two days, interpreting for that new customer from Switzerland who had asked me to make them offers including technology (I wrote about this here). Everything went really well, both the customer and the guests I interpreted for were full of praise and thanked me repeatedly for my excellent interpretation, and the setup with microphone and headphones, sitting behind a partition worked surprisingly well. And although the customer brought three additional presentations for the second day, that actually turned out to be very good, since I sat down with the chief engineer and in part created new terminology, got detailed explanations and could ask questions to my heart's content.

The whole thing took place about 350km away, meaning I got to stay at a hotel together with the customer and the other guests. In the evening, I was also invited to go to dinner with everyone, which was great and furthermore resulted in a new business relationship for me, since the customer now wants me to proofread and translate their publications.
What absolutely made my day, however, was this cute sticky note on the headboard of the bed in the hotel, left there by the cleaning service:



Made me smile, and it worked, too! I slept like a child, woke up early and refreshed, and was able to do some last preparations AND have a leisurely breakfast!
If all interpreting jobs go like this one, bring them on! The sticky note is going with me in any case... ;o)