Donnerstag, 27. September 2012

Weltübersetzertag 2012

Anlässlich der bevorstehenden Konferenz in Berlin dieses Wochenende, an der ich teilnehmen werde, und des zur gleichen Zeit stattfindenden Weltübersetzertages, gibt es heute mal eine passende Pressemitteilung des BDÜ.


Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer räumt am Internationalen Übersetzertag am 30. September mit falschen Vorstellungen vom Beruf auf. Fremdsprachenkenntnisse alleine reichen schon lange nicht mehr aus. 

(Berlin, 20. September 2012) Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Übersetzer im stillen Kämmerlein und umgeben von dicken Wörterbüchern arbeiten. Am 30. September ist Internationaler Übersetzertag, und der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) nimmt das Datum zum Anlass, um mit falschen Vorstellungen von diesem Beruf aufzuräumen – und die Arbeitsrealität von Dolmetschern und Übersetzern im Zeitalter der Globalisierung transparenter zu machen. Dank Internet arbeiten Übersetzer heutzutage mit Kunden und Kollegen weltweit vernetzt. Der Computer ist ihr Arbeitsgerät, und viele Wörterbücher gibt es mittlerweile online. Generalisten unter den Übersetzern sind selten geworden, denn sie haben es schwer, sich in einem stark umkämpften Markt zu behaupten. Übersetzer sind zunehmend auf bestimmte Fachgebiete spezialisiert wie zum Beispiel Medizin, Recht, Technik, Wirtschaft oder auch Literatur.

Um den Trend zur Spezialisierung geht es auch auf dem 2. Internationalen Fachkongress „Übersetzen in die Zukunft“ des Bundesverbandes der Dolmetscher und Übersetzer vom 28. bis 30. September in Berlin. Mit 1.300 Teilnehmern aus 30 Ländern ist dies die größte Veranstaltung der Branche in Europa. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Dolmetscher und Übersetzer: Experten für internationale Fachkommunikation.“ Im Fokus stehen Veranstaltungen rund um das Thema Spezialisierung. BDÜ-Präsident André Lindemann: „Die Themen werden immer komplexer. Dolmetscher und Übersetzer brauchen nicht nur sehr gute Fremdsprachenkenntnisse, sondern auch translatorische Techniken und fundierte Kenntnisse in ausgewählten Fachgebieten.“ Kurzum: Eine Fremdsprache gut zu sprechen, reicht schon lange nicht mehr aus. 

Der Weltübersetzertag am 30. September geht zurück auf den Todestag des Heiligen Hieronymus, dem Schutzpatron der Übersetzer. Er übersetzte unter anderem die Bibel ins Lateinische. Die als „Vulgata“ bekannte Bibelübersetzung galt lange Zeit als maßgebliche Übersetzung der Bibel der katholischen Kirche. 1991 führte die internationale Übersetzerorganisation „FIT“ (Fédération Internationale des Traducteurs) den Weltübersetzertag ein, um die Leistungen von Dolmetschern und Übersetzern ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken. 38.000 Dolmetscher und Übersetzer gibt es laut Mikrozensus 2011 in Deutschland, 25.000 Frauen und 13.000 Männer. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet selbstständig.

Weiterführende Informationen: Informationen zum Internationalen Übersetzerkongress gibt es unter www.uebersetzen-in-die-zukunft.de.

Über den Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V.:
Der Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ) ist mit über 7.000 Mitgliedern der größte deutsche Berufsverband der Branche. Er repräsentiert 75 Prozent aller organisierten Dolmetscher und Übersetzer in Deutschland und vertritt seit 1955 deren Interessen. Eine BDÜ-Mitgliedschaft steht für Qualität, denn alle Mitglieder mussten vor Aufnahme in den Verband ihre fachliche Qualifikation für den Beruf nachweisen. Die Mitgliederdatenbank des BDÜ im Internet hilft bei der Suche nach Dolmetschern und Übersetzern für mehr als 80 Sprachen (www.bdue.de).
 

Kontakt BDÜ:
Bundesverband der Dolmetscher und
Übersetzer e.V. (BDÜ)
Norma Keßler, BDÜ-Vizepräsidentin
Uhlandstraße 4-5
D-10623 Berlin
Tel.: (030) 88712830
Fax: (030) 88712840
Internet: www.bdue.de 
E-Mail: kessler@bdue.de

Pressekontakt: 
golms communications 
Birgit Golms M.A.
PR-Beraterin (DAPR)
Windscheidstraße 24
D-10627 Berlin
Tel.: (030) 88627644
Fax: (030) 88627645
Internet: www.golms-communications.com
E-Mail: presse@bdue.de

Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer e.V. (BDÜ)
Mitglied der Fédération Internationale des Traducteurs (FIT)
Vereinsregister-Nr.: VR 22468 B - AG Berlin-Charlottenburg
Bundesgeschäftsstelle: Uhlandstraße 4-5, 10623 Berlin, Tel.: 030 88712830, Fax: 030 88712840, www.bdue.de, info@bdue.de
Auskünfte werden nach bestem Wissen und Gewissen, jedoch ohne Rechtsverbindlichkeit und unter Ausschluss jeglicher Haftung erteilt.

Mittwoch, 19. September 2012

Music & Language Revisited

The topic of the connection between music and language, which I have already talked about here, keeps coming up for some reason... 

Today, I came across this very interesting article in my Twitter time line: Music Underlies Language Acquisition, Theorists Propose. The article basically says that contrary to common belief, music is "not dependent on or derived from language", but rather that "spoken language is a special type of music" - "music comes first and language arises from music."

Would it then maybe follow that especially musical people are particularly gifted for languages? 
What do you think?

Freitag, 14. September 2012

Tue Gutes und Rede Darüber

Wer schon mal mit PR-Leuten zu tun hatte, hat diesen Spruch vielleicht schon gehört: 
Tue Gutes und rede darüber!
Als ich dieser Aussage das erste Mal begegnete, dachte ich: "Na ja, das klingt sehr nach Selbstbeweihräucherung, und das ist ja gar nicht mein Fall!"
Verkaufen war noch nie mein Ding, und mich selbst schon gleich gar nicht, aber genau das müssen wir als Freiberufler und Selbständige ja tun, sonst ist es nur schwer Kunden und Aufträge zu bekommen.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie schwer es mir fiel die Texte für meine Webseite zu schreiben: Einerseits wollte ich mich natürlich im bestmöglichen Licht präsentieren und meine Stärken hervorheben, andererseits wollte ich mich aber auch nicht bei potentiellen Kunden einschleimen, so á la 'Ich bin die beste Übersetzerin und Dolmetscherin der Welt, alle anderen sind Stümper'! Keine leichte Aufgabe...

Auch wenn ich neue Leute treffe, v.a. geschäftlich, und gefragt werde, was ich denn beruflich mache, möchte  ich mich natürlich selbst gut darstellen. Schließlich weiß ich nie, ob der oder die andere nicht einmal einen Auftrag für mich hat - oder mehrere. (Und das ist auch wirklich schon passiert!) Für diese Situationen habe ich einen sogenannten 'Elevator Pitch' vorbereitet, also ein, zwei Sätze, in denen ich kurz, aber präzise sage, was ich mache und was meine Stärken bzw. Spezialisierungen sind. Und das ist doch "über das Gute reden", oder nicht?

Wie ich mich sonst online präsentiere, eben z.B. mit meiner Webseite, auf XING, LinkedIn, Facebook, Twitter etc., ist meiner Meinung nach ebenfalls "über das Gute reden", wenn auch vielleicht nicht immer unbedingt so direkt und offensichtlich.

Das Wichtigste an dieser Sache ist, finde ich, dass man eben diese Gratwanderung zwischen überzeugender Präsentation und übertriebener Selbstdarstellung schafft, und für mich funktioniert das am besten, wenn ich mich auf das Wesentliche und Gute konzentriere, ohne zu übertreiben oder auszuschmücken oder irgendwie belehrend oder besserwisserisch daher zu kommen.

Was sind die Meinungen meiner Leser zu diesem Thema? Kommentare sind sehr willkommen!

Freitag, 7. September 2012

The 13th Warrior

I apologize beforehand, but this is going to be a bit of a rant... Comments and differing views are of course welcome! ;)

Source: Wikipedia

I was watching the movie "The 13th Warrior" the other day. Not wanting to evaluate the movie or the story, there are some things I just have to say, because it's just so... impossible not to say anything about them as a language professional.

At the beginning of the movie, there is an older man acting as interpreter for the Arab hero who encounters a group of northmen. After failed attempts at Arabic and Greek, this man is able to communicate with one of the northmen in Latin. Aside from the fact, that I would really like  to know where that man learned Latin, the level at which these two are able to communicate and share not only basic information but entire complicated conversations, including an oracle, is really rather mind-boggling. 

As the group of 13 warriors - 12 northmen and the Arab hero - travel toward their quest, the interpreter is left behind, and naturally, the hero understands nothing of what the other are saying. None of them even tries talking to him, yet somehow he is able to learn their language perfectly just by listening to them. I mean - yeah, right! If it was that easy, we wouldn't need interpreters anymore or language teachers...

Yes, I understand that this is just a movie and that for the sake of understanding and time, they had to do things in a way that didn't hinder the story. BUT! It just made the movie that much less credible in my eyes (not that it was the best movie I have ever seen, anyway, but that's beside the point). I mean, ok, I can live with them making the conversations understandable for the viewers and all. Even that the hero learned the language quickly and was able to communicate with his team mates is understandable, since otherwise it would have made everything really difficult, but at least they could have had one or two of the northmen try to teach him, for example by pointing out certain things and naming them, by using gestures etc. That is usually how people learn to communicate with each other. But just by listening? Without any explanations, verbal or otherwise? Not likely, no matter how gifted you are! And I don't think it would have made the movie any longer...