Mittwoch, 1. Juni 2011

Firmenführung SEDA GERMANY

Freitag, der 13. Mai, war diesmal überhaupt kein Unglückstag, sondern vielmehr eine Gelegenheit für 10 Übersetzerinnen und Übersetzer aus ganz Mittel- und Oberfranken und noch weiter sich die Verpackungsfirma SEDA GERMANY in Neuhaus an der Pegnitz einmal von innen anzusehen. Organisiert wurde das Ganze von yours truly in meiner Funktion als Co-Leiterin der BDÜ-Regionalgruppe Nürnberg/Fürth/Erlangen/Bamberg.

Vom Personalleiter aufs Herzlichste begrüßt, gab es erst einmal einen Überblick über die Geschichte des ursprünglich fränkischen Familienbetriebs und die rasante und trotz der Wirtschaftskrise positive Entwicklung der letzten Jahre, sowie einen Einblick in das hervorragende Ausbildungsprogramm im inzwischen italienisch geführten Unternehmen, das einen Jahresumsatz von ca. 80 Mio. Euro macht und in Neuhaus 300 Mitarbeiter beschäftigt. Dann gab es Gelegenheit Fragen zu stellen, was auch ausgiebig genutzt wurde.

Anschließend führte einer der Produktionsleiter die Gruppe in die Fertigungs- und Lagerhallen, wo Trinkbecher, Faltschachteln und andere Papierverpackungen hergestellt werden. Da es sich um ein Unternehmen aus dem lebensmittelnahen Bereich handelt, erhielten wir aus Sicherheits- und Hygienegründen Schutzkleidung, Haarnetze und Ohrenstöpsel bevor wir die Produktion betraten. Es war wirklich äußerst interessant zu sehen, wie aus dem weißen Papier, das in Bögen oder Rollen angeliefert wird, zum Beispiel ein Becher für den Kaffee unterwegs oder ein Behälter für Fischstäbchen oder Burger wird. Verschiedene Druckverfahren, teilweise speziell dort in Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern entwickelt, und jede Menge Maschinen, zusammen mit einem inzwischen fast komplett automatisierten Palettisierungssystem arbeiten zusammen, so dass täglich tausende Becher die Firma in den gesamten Deutsch-sprachigen Raum verlassen.

Erfreulich war nicht nur die Beteiligung dreier Kolleginnen der benachbarten Regionalgruppe Hof/Bayreuth, sondern auch der Überraschungsbesuch aus München und Aschaffenburg. So konnte die leider etwas dürftige Beteiligung unserer Regionalgruppe kompensiert werden. Es ist für die meisten von uns schwierig, ihre Teilnahme an einer Veranstaltung tagsüber und unter der Woche zu organisieren und so mussten einige angemeldete KollegInnen zum Teil sehr kurzfristig wieder absagen. Eine Betriebsbesichtigung kann ja aber nur an einem Werktag stattfinden und ist immer ein großer Gewinn für diejenigen, die es schaffen, dabei zu sein. Gerade wer sich im Fachbereich Technik oder Wirtschaft spezialisiert hat, profitiert enorm vom „Anschauungsunterricht” vor Ort. Daher sind wir als RegionalgruppenleiterInnen bemüht, immer wieder solche Besichtigungen zu organisieren und hoffen, bald wieder eine anbieten zu können.

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