Freitag, 25. Februar 2011

Auf zu neuen alten Ufern

Eigentlich bin ich ja Musikerin. Ich habe angefangen Musik zu machen als ich drei Jahre alt war und habe bis heute nicht damit aufgehört. Dazwischen lag unter anderem auch ein Musikstudium in den USA, und zwar ein Bachelor of Arts in Music (Voice Performance, also Gesang) und ein Masters in Music (Conducting, also Dirigieren), die mir aus verschiedenen Gründen in Deutschland zwar offiziell anerkannt wurden, letztlich aber doch von wenig Nutzen waren, aber das ist eine andere Geschichte. Mein Beruf nun ist Übersetzen und Dolmetschen, und es macht mir nicht nur jede Menge Spaß, es ist auch ein einträgliches Geschäft. Allerdings mit Fachgebieten, die mit meiner Leidenschaft nicht zu tun haben - nämlich Wirtschaft und Technik.
Wenn ich neue Kollegen kennen lerne und ihnen ein bisschen von meinem Lebenslauf erzähle, da ich nun mal mehr oder weniger unverkennbare Quereinsteigerin bin, ist die erste Reaktion immer: "Ah, dein Fachgebiet ist also Musik." Worauf ich immer antworte: "Ähm, nein, überhaupt nicht." Aber in letzter Zeit habe ich mich immer häufiger gefragt: Warum eigentlich nicht?

Ja, warum eigentlich nicht? Durch meine langjährige, zweisprachige musikalische Ausbildung, sowohl praktisch als auch theoretisch, bin ich ja quasi Fachfrau auf dem Gebiet der klassischen Musik, daran kann es also nicht liegen. Nein, die Frage, die sich mir stellte, nachdem ich schließlich Ende letzten Jahres den Entschluss gefasst hatte, mein altes und mein neues Leben zu kombinieren, war folgende: Wie komme ich dort hinein?

Nun zeigte sich einmal mehr, dass es sich wirklich lohnt, sein Netzwerk auszubauen und Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Wie bereits hier erwähnt, war ich Ende Januar auf dem Neujahrsempfang des BDÜ, wo ich u.a. auch Herrn Enninger kennen gelernt habe, wenn auch nur kurz. Er arbeitet beim Kompetenzzentrum Kultur- & Kreativwirtschaft des Bundes (RKW), das unter anderem kostenlose Beratung für künstlerisch tätige Freiberufler u.ä. anbietet. Heute nun hatte ich einen Termin im Regionalbüro in Nürnberg mit Herrn Enninger, und ich muss sagen, das war wirklich eine sehr gut investierte Stunde! Nicht nur war das Gespräch sehr nett und kurzweilig, ich habe nun auch eine nicht kurze Liste mit Namen, sprich Startpunkten, und Strategien, wie in der Musikbranche am besten Kontakte geknüpft und nachverfolgt werden, außerdem einen Buchtipp zum Thema Akquise und Marketing, und - was wahrscheinlich am Wichtigsten ist - Motivation und Bestätigung bekommen, dass ich auf dem richtigen Weg bin!

Nun heißt es also für mich, diese Kontakte herzustellen, meine Webseite entsprechend zu ändern, neue Visitenkarten nur für diese Nische zu entwerfen und eine Menge andere Dinge tun, aber ich bin guten Mutes, dass etwas Gutes dabei herauskommen wird - mag es auch etwas dauern und viel Arbeit benötigen!

Dienstag, 15. Februar 2011

Zitat des Tages - Quote of the day

Billig ist, was zur Anschaffung wenig kostet.
Preiswert ist, was den Preis wert ist.

(Rough translation: Cheap is something that doesn't cost much to get.
Good value is something that is worth the money.)

Dienstag, 8. Februar 2011

Paperless office - well, almost

I just finished a translation for an agency customer who also happens to be a colleague and member of the local BDÜ group. As usual, I proofread my translation before sending it in, and, also as usual, I did so on the screen. And this particular combination of circumstances reminded me of a discussion we had at one of our monthly meetings of said group where we talked among other things about how we do our proofreading, whether for our own translations or for texts written or translated by someone else.
I was amazed to hear that I seemed to be the only one who proofreads exclusively on the screen - everyone else always prints out the texts and goes through them with a pen and marker and then enters the corrections on the computer! And the group was quite mixed concerning both age and experience.
Everyone stared at me disbelievingly, clamoring that surely I would overlook mistakes, that it was just not possible to see everything on the screen and so on and so forth. Until said agency customer / colleague chimed in to say: "But she never overlooks anything. We always check everything that comes in, and I have never found a mistake from her, not even in numbers!"
Besides the fact that it is always very nice to hear such praise from customers - and in front of colleagues to boot! -, it makes me wonder why I seem to be such a rare specimen of the paperless-office kind. Is it just this particular group of translators that needs the tactile experience? Am I the odd one out not wanting to waste resources, both tangible (paper, ink) and intangible (time)?
Mind you, my office is by no means completely paperless. The law requires certain documents to be kept in print for specific periods etc. so there are folders to be found here, too. And since I also do certified translations, I have to print translations out occasionally.
However, there still appear to be way too many people printing out e-mails, attachments, receipts, even web pages, ... you name it, they print it (and then probably don't even file it, but rather stack it, forget about it and then throw it away), something I don't really understand in this digital day and age. With all the handy little tools and devices available, everything is portable and mobile, and with the development of digital signatures, I can see a not-too-far-off future when even certified translations do not need to be printed and signed anymore.

I have a little sentence in my e-mail signature that reads:
Please think about the environment before printing this email.
Perhaps I should change it to:
Please think about your wallet before printing this email.
Money does seem to be the greater incentive, somehow...

I also came across this interesting site: www.saveaswwf.com. You can download a virtual printer there that converts documents into pdf-format that cannot be printed! Just a thought on how to nudge paper-philes into a greener direction...

Dienstag, 1. Februar 2011