Samstag, 16. Februar 2019

Post-Editing

Ever since machine translation has come to the fore in the translation sphere, another "new" area of activity has also started to show up: post-editing.
While I'd heard about this for a while now, I only had a vague idea of what it actually entails. So when my regional chapter of the BDÜ announced an evening of discussion on this topic, I made sure I was there.

Two colleagues who had attended a seminar on post-editing first gave a brief overview of machine translation and the different approaches to it and then explained the difference between "light" and "full" post-editing, the former involving only the most minimal amount of intervention, basically making sure that the text is understandable, and the latter taking care of correct spelling, grammar and punctuation, as well as ensuring a uniform style and the feel that the translation was done by an actual human being.
The way I understand it, full post-editing is a lot like proofreading, only you have to be faster, as an average of 1000 to 1500 words per hour are the expected output. But at the same time, doing this for more than four hours a day is apparently pretty much impossible.

It also seems to largely depend on one's area of expertise if any inquiries for post-editing are coming in at all - medicine, for example, is an area where MT and therefore the need for post-editing is virtually non-existent.

The consensus in the group was that post-editing - particularly the light version - is only something for a certain type of person, someone who has no problem with NOT imprinting one's own style onto the text and sometimes letting "good enough" be. Someone called it "not looking for errors", and that is indeed not everyone's cup of tea.

I left the meeting with quite a bit of new information as well as the notion that perhaps I should give post-editing a try. Being also a teacher, I am constantly correcting and improving both written and oral translations, so maybe this really is something for me.

I'll keep you posted if and when I have some hands-on experience.

Samstag, 9. Februar 2019

BDÜ-Konferenz 2019

Es ist wieder soweit: Der BDÜ organisiert eine internationale Fachkonferenz, diesmal zum Thema "Übersetzen und Dolmetschen 4.0 - Neue Wege im digitalen Zeitalter".

Das Ganze findet vom 22. bis 24. November 2019 in Bonn statt, und zwar im alten Bundestag - allein das ist es ja fast schon wert, dabei zu sein.
Es wird Vorträge und Podiumsdiskussionen, Workshops und Kurzseminare geben, sowie eine Fachmesse und eine Netzwerk- und Stellenbörse.

Anmeldungen sind bereits möglich, auch der Call for Papers läuft noch. Wer also Ideen zu folgenden Themen hat, darf sich gerne einbringen:
  • Wie künstliche Intelligenz die Zusammenarbeit von Dolmetschern und Übersetzern mit ihren Kunden verändert und neue Kompetenzen erforderlich macht
  • Wie im Zeitalter der Industrie 4.0 sprachlicher Content produziert, verarbeitet und genutzt wird
  • Fachsprache (Technik, IT, Medizin, Recht, Medien, …)
  • Maschinelle Übersetzung und Computer Assisted Translation in der Anwendung
  • Wie viel Technik muss ein D/Ü können?
  • Schreibkompetenz/Ausdrucksfähigkeit in der Muttersprache
  • Marketing, Marktpositionierung, Verhandlungstechniken
  • Entspannungstechniken, Ergonomie, Arbeitsgesundheit
  • Dolmetschen – Spezialist vs. Generalist, vor Ort oder remote
  • Datenschutz und Berufsethik
Weitere Informationen gibt es hier:
https://www.uebersetzen-in-die-zukunft.de/

Ich werde auf jeden Fall dabei sein! Wen treffe ich dort noch?

BDÜ

Samstag, 2. Februar 2019

The Seven Virtues of the New Translation Era

I recently came across an article on ATA's The Savy Newcomer blog which, although originally published in 1997, is just as relevant (not only for new) translators and interpreters today. It lists and explains seven virtues everyone in the industry should aspire to:
  1. Master your subjects.
  2. Appreciate your limits.
  3. Defend your product.
  4. Sign your work.
  5. Quote your rate.
  6. Promote your profession.
  7. Perfect your craft.
While all are important, I personally find numbers 1 and 7 particularly significant, as - at least in my experience - your good work speaks for itself, meaning you'll eventually find clients largely by word-of-mouth and referrals from other, satisfied clients.

This has been true for me almost from the beginning, with the result that I was pretty much booked out within one year of starting out as a freelancer.
Of course, that doesn't mean I don't make mistakes or that every word I utter is perfect. But striving to make the client happy through your expertise and professionalism, including the ability to admit mistakes and the willingness to learn from them, pays off. Perhaps not every single time, but certainly in the long run.

Freitag, 25. Januar 2019

Übung macht den Meister

Ich bin heute über ein Video der SCIC (Generaldirektion Dolmetschen der Europäischen Kommission) gestolpert, das ich hier gerne teilen möchte.
Es geht darum, dass auch "fertige" Dolmetscher, also mit Abschluss und genügend Arbeit, nicht aufhören sollten zu üben. Genau wie professionelle Musiker, die ein Leben lang üben und sogar Unterricht nehmen, sollten auch professionelle Dolmetscher regelmäßig üben, auch mit Kollegen, um sich und damit ihre Dolmetschleistung (quasi die Aufführung) stetig weiter zu verbessern.


Ich habe das gleich mal zum Anlass genommen, und das Video zur Übung selbst spontan simultan gedolmetscht. Ich habe gleichzeitig mein Spracherkennungsprogramm laufen lassen und quasi mitgeschrieben. Hier ist das Ergebnis, das ich nur wenig angepasst habe (der Drache ist v.a. bei der Geschwindigkeit nicht immer korrekt mitgekommen...) - was meine Schüler wohl dazu sagen würden?

Sollten Dolmetscher wie Musiker auch üben?
Wenn Dolmetscher zur Schule gehen, dann sind sie wie ein Musiker, der auch gerade erst gelernt hat sein Instrument zu spielen. Man sagt ihnen, dass sie üben sollen, und das tun sie auch, sehr viel. Wenn Schüler das tun, machen sie das stundenlang, und das Gleiche gilt natürlich auch, wenn man seinen Abschluss gemacht hat, und man möchte irgend einen Aufnahme-Test, zum Beispiel bei den europäischen Institutionen, bestehen. Aber wenn man diesen Test erst einmal bestanden hat oder man hat eine Auswahl an regulären Kunden, dann übt man nicht unbedingt weiterhin. Man fragt auch nicht seine Kollegen ob man mit ihnen üben kann.
Im Gegensatz dazu, wenn man Musiker fragt, selbst wenn sie in einem großen Orchester spielen, dann sagen sie, dass sie jeden Tag üben und sie nehmen auch weiterhin Unterricht.
Ich vergleiche Dolmetscher gerne mit Musikern, weil es sehr ähnlich ist wie man besser wird und wie man lernt. Und ich denke, damit ein Dolmetscher besser wird bei der Hauptsache beim Dolmetschen, dass man die Nachricht wirklich rüberbringt wie man das beim Dolmetschen tut, das ist sehr ähnlich zu dem wie wir besser werden, wenn wir zum Beispiel besser Geige spielen lernen. Das Verständnis der Nachricht ist sozusagen das Instrument, wie zum Beispiel eben die Geige für einen Musiker.
Ein Dolmetscher kann sich also hinsetzen und sich entscheiden, was er machen möchte als Übung, dass er sehr intensiv mit einer bestimmten Übung arbeitet und vielleicht einen Kollegen fragt, dass der zuhört und Feedback gibt, das wäre natürlich sehr interessant, um zu sehen wie man sich verbessern kann.

Wie kann man als Dolmetscher Schwachstellen erkennen?
Wenn man sich nur ein kleines bisschen aufnimmt, und wenn man bei der EU arbeitet, ist es natürlich sehr leicht, denn das Meiste wird aufgenommen, man kann also ganz leicht sich selbst zuhören. Es muss auch nicht sehr lange sein. Wir sind schließlich Profis, wir hören sehr viel Verdolmetschung. Und wenn man sich einfach nur ein kleines bisschen zuhört, kann man auch sehr schnell feststellen, in welchen Bereichen wir uns etwas verbessern könnten oder wollten. Das heißt natürlich nicht, dass wir schlecht sind, sondern einfach, dass wir noch besser werden können, wenn wir Bereiche herausfinden können, in denen wir uns verbessern können.

Wie können Dolmetscher schlechte Gewohnheiten vermeiden?
Es ist auch sehr einfach, sich schlechte Gewohnheiten anzueignen, wenn man sich nicht selbst zuhört. Und selbst wenn man die Aussage sehr gut rüberbringt als Dolmetscher, gibt es vielleicht sehr viele Neustarts, die man macht, oder irgendeine seltsame Betonung, die dazu führt, dass man mitten im Satz eine Pause macht anstatt da wo der Satz aufhört, und das sind Dinge, derer wir uns nicht bewusst sind, wenn wir uns nicht zuhören. Und es hat vielleicht keinen Einfluss auf die Nachricht – gut, es kann natürlich sein, dass der Zuhörer irritiert ist davon wie die Nachricht rübergebracht wird - aber selbst wenn das nicht der Fall ist, ist es trotzdem keine Leistung, die sich so anfühlt als würde der Sprecher selbst reden.

Routine vs. Exzellenz
Ein Dolmetscher, der gut genug ist, einer, der sehr viel Routine hat, ist jemand, der auch für die europäischen Institutionen arbeiten kann, denn es ist sehr herausfordernd hier zu arbeiten, und er hat genügend Wissen über das Dolmetschen und über die Aufgabe, die er hat, dass er es jeden Tag in der Kabine tun kann und eine Dolmetscherroutine hat. Ein Experte, ein adaptiver Experte ist dagegen jemand, der wie ein Künstler ist. Er kann jedes Gefühl rüber bringen, er kann dem Zuhörer das Gefühl geben, dass er wirklich die Nachricht so versteht als hätte er sie aus erster Hand erhalten, als wäre der Dolmetscher tatsächlich der Sprecher, und nicht nur ein Werkzeug dazwischen.

Freitag, 18. Januar 2019

A little poetry in praise of language diversity

You probably know the story about the Tower of Babel: how humankind, speaking only one language, had come together to build a tower that would reach all the way to heaven, and how God stepped in and frustrated their efforts by making them speak a multitude of different languages, thus making communication and cooperation a lot more difficult.

Today, everyone is talking about how in the not-so-distant future, thanks to artificial intelligence and machine translation, we will be able to communicate without language barriers (again), no matter where we're from and what language we speak.
Another viewpoint - or maybe even fear? - is that one day there will be only one universal language left in the world, possibly a mixture of all kinds of languages, but probably heavily based on (simple) English.

Simply put: ever since Babel, humankind has been striving to communicate more easily and efficiently again. But is that really an altogether good thing?
Yes, yes, there are a gazillion good reasons in favor, no question there. However, I recently came across an article on Huffington Post by Harold Anthony Lloyd, a Wake Forest Law School professor, who advocates language diversity, praising it as something that is actually a necessity for us to better understand ourselves and our world. It really is worth the read!

He also included "Two Sonnets  for Too Xenophobic Times", called "Razing Babel I and II", which I gladly share here. Enjoy!

Razing Babel I
Before the tower, we were garroted
By one chord twisted fast around our necks
That kept us on its single cord until
God’s razor cut the knot. We raise new sounds,
Explore new knowledge, claim new liberties
We hear in novel syllables that, too,
Improve our poetry through vaster stocks
Of words and rhymes than ever heard before.
Translation tunes new sounds and teaches, too,
Not merely of things said but of ourselves
Now singable in sounds unknown before
As languages compete in novel sports
Of wrestling one another for the pen
That none should hoard lest Babel rise again.

Razing Babel II
In simpler times a single tongue served as
A single handle on a broader world,
A single inventory of the means
To praise a multifaceted Divine.
In simpler times a single king sat throned,
A single hunter wearing Adam’s skins
That claimed one sovereignty unchallenged of
Both man and beast without conflict of laws.
In simpler times a single way rose up
Unto the Heavens, a single tower men
Devised with one geometry and built
With proper symmetry of form until
God’s thunderbolts, O Nimrods now and then,
Roared God will have diversity in men.
© Harold Anthony Lloyd 2016

Freitag, 11. Januar 2019

Auf ein Neues

Auch wenn es schon wieder elf Tage alt ist: ein gutes neues Jahr! Hoffentlich eines voller toller Erlebnisse, spannender Aufträge - und guter Gesundheit!

An Silvester macht man ja gerne Pläne (auch Vorsätze genannt) für das neue Jahr, was sich alles ändern und v.a. verbessern soll. Egal, wie kontrovers diese Tradition ist, und auch einmal davon abgesehen, dass die meisten Vorsätze den Januar nicht überleben, so ganz grundsätzlich sind Pläne ja etwas Gutes! Und der Jahreswechsel bietet sich nun mal einfach an, um einen Neustart zu machen.

Mein Plan ist schon seit Längerem, wieder mit dem Laufen anzufangen. Und es war wirklich purer Zufall, dass das Hotel, in dem wir den Jahreswechsel gefeiert haben, einen wirklich gut ausgestatteten Fitnessraum hatte, in dem auch ein sehr gutes Laufband stand. Das habe ich dann gleich zum Anlass genommen, um meinen Plan sozusagen am Schopf zu packen und anzufangen, und zwar schon ein paar Tage vor Silvester. ;-)

Der eigentliche Anfang war ja aber, dass ich - voller Optimismus - meine Laufsachen überhaupt eingepackt hatte! Ich weiß nicht, ob ich mich aufgerafft hätte, irgendwo ein paar Schuhe und Laufhosen zu kaufen, denn in Jeans und barfuß... naja.

Was ich dadurch (mal wieder) gelernt habe: Der beste Plan ist zum Scheitern verurteilt, wenn man nicht zumindest grob vorbereitet ist. Und das gilt natürlich für alles, nicht nur im Sport.
Nachbessern ist selbstverständlich erlaubt (ich habe mir zum Beispiel inzwischen ein paar Bluetooth-Kopfhörer zugelegt, die beim Laufen auch in meinen Ohren bleiben) und sogar notwendig, denn fast jeder Plan, der letztendlich Früchte trägt, ändert sich in der Durchführung, manchmal auch mehrmals.

Also, auf die Pläne, fertig, los!

Ach ja, und wer ein bisschen Motivation braucht, hier ist ein sehr guter Artikel zum Thema Frühsport und warum der so gut ist (z.B. besserer Schlaf, weniger Stressanfälligkeit, bessere Konzentration):  8 Gründe für ein morgendliches Workout

Donnerstag, 3. Januar 2019

Starting the new year...

... with some fun:


And if you'd like to know where and how to use them, just click here.