Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ein Lob auf professionelle Übersetzungen

Wer mich kennt, weiß, dass ich aktiv im BDÜ, dem Bundesverband der Dolmetscher und Übersetzer, involviert bin, weil ich der Meinung bin, dass wir nur gemeinsam etwas bewegen können und der BDÜ nun einmal der größte Berufsverband für Übersetzer in Deutschland ist.
Leider haben immer noch viele Mitglieder das Gefühl, dass wir nichts oder zumindest nicht genug tun. Das ist natürlich so nicht richtig, denn es passiert sehr wohl sehr viel, aber vieles ist halt nicht öffentlich sichtbar.

Deswegen freue ich mich ganz besonders, dass es kürzlich etwas sehr Öffentliches von Seiten des BDÜ LV Bayern gab, und zwar einen wirklich guten Artikel zum Thema professionelle Übersetzungen im Online-Unternehmermagazin "mittelstandinbayern.de".

Hier geht es zum Artikel.

Freitag, 13. Oktober 2017

Great listening resource

I'm sure some of my colleagues will roll their eyes, saying "Really? You just now heard about this?", but yeah, I just heard about this, and I love it, so I'm going to quote my English teacher from school: "Betta late san neva!"

What am I talking about? The awesome site "Speaking of Translation" by Eve Bodeux and Corinne McKay. They talk about all sorts of interesting topics, interview colleagues and supplement every podcast with a whole list of useful links. And the best par - it's absolutely free!
These two ladies are incredibly knowledgeable AND generous, and I can only recommend their site, not only to translators that are just starting out, but also to the old hands, because there is always something new to learn when these two get together.

So pop on over to their site, or subscribe to their iTunes feed, and enjoy!

Sonntag, 8. Oktober 2017

Remote Interpretation - Ferndolmetschen

Letzte Woche hatte ich das erste Mal Gelegenheit, das sogenannte "Remote Interpreting", also Ferndolmetschen, auszuprobieren.
Die Situation war äußerst interessant, denn der Auftraggeber war in England, der Kunde bzw. die Veranstaltungen in der Schweiz, und die Dolmetscherinnen in Deutschland.

Das technische Setup war strikt vorgegeben: wir durften kein W-LAN oder Bluetooth-Headsets verwenden, außerdem mussten wir Google Chrome verwenden, Teamviewer installieren und natürlich für ein absolut ruhiges Arbeitsumfeld sorgen.
Nach einer Einführungs- und Übungsrunde am Montag wurde es am Dienstag ernst. Eineinhalb Stunden Deutsch-Englisch Verdolmetschung einer Konferenz zum Thema Klimaschutz. Es lief einwandfrei, wie in der Kabine, nur dass ich die Kollegin eben nicht neben mir hatte, sondern nur virtuell über das Chatfenster.

Guter Dinge loggte ich mich dann am Mittwoch für die nächste Konferenz ein, diesmal Englisch-Deutsch, aber schon die "Fahrstuhlmusik" vor Beginn der eigentlichen Veranstaltung kam nur bruchstückhaft durch den Äther. Erst dachte ich, es läge an meiner Internetverbindung, aber nachdem auch die Kollegin die gleichen Probleme meldete, war schnell klar, dass das Problem am anderen Ende war.
Der Techniker vor Ort bemühte sich redlich, nahm schon den Videofeed raus und startete das System immer wieder neu, aber letztendlich wurde es nicht wirklich besser. Wir konnten nur hin und wieder ganze Stücke der Podiumsdiskussion dolmetschen, teilweise war nur ca. jedes vierte Wort zu hören, weil die Verbindung so schlecht war.
Der Techniker meinte, es läge wohl am W-LAN des Hotels dort, aber unsere Sorge war natürlich, dass "unsere" Zuhörer vom Geschehen nicht wirklich viel mitbekamen - und das womöglich uns in die Schuhe schoben?! Der Techniker versicherte uns zwar anschließend, dass sie sehr zufrieden mit unserer Leistung waren, aber wir waren es trotzdem nicht. Da ging es der Kollegin genauso wie mir - wir wollen immer die bestmögliche Leistung erbringen, und das war das diesmal nicht, auch wenn es nicht unsere Schuld war.

Mein Fazit: Für bestimmte Situationen ist RI sicher sehr gut, zum Beispiel, wenn es um Leben und Tod geht und kein Dolmetscher vor Ort zu finden ist, oder nicht rechtzeitig kommen kann.
Ich kann mir auch vorstellen, dass bei Gesprächen zwischen 2 oder vielleicht auch 3 Teilnehmern ein Dolmetscher gut per Telefon oder Skype zwischengeschaltet werden kann.
Aber bei Konferenzen und ähnlichen Veranstaltungen, bei denen viele Menschen auf eine Verdolmetschung angewiesen sind, auch wenn sie nur ein paar Stunden dauert, finde ich es nicht gerechtfertigt, (vermutlich nur) aus Kostengründen die RI-Option zu wählen. Wenn die Technik versagt, bricht dann nämlich auch die Kommunikation zusammen, die ja eben eigentlich durch die Dolmetscher sichergestellt werden sollte.
Wären wir am Mittwoch vor Ort gewesen und die Technik hätte versagt, wären wir einfach aus der Kabine gekommen und hätten das Ganze vorne mit Mikrofon konsekutiv gedolmetscht. Das hätte dann zwar länger gedauert, aber dafür wäre niemand außen vor geblieben, weil er oder sie nichts verstanden hat.

Und wie seht ihr das? Habt ihr schon Erfahrungen damit gemacht? Positive oder negative? Und welche Zukunft seht ihr fürs RI? Und die Konsequenzen für uns Dolmetscher?

Freitag, 22. September 2017

Weil ich mir etwas dabei gedacht habe

"Wie viel Geld man verdient, ist nur bedingt von der Leistung abhängig. Um erfolgreich zu sein, muss man etwas können, was man gemeinhin weder an der Universität lernt, noch in irgendeiner Ausbildung: gut verhandeln." -
Wahre Worte! Ich liebe es, selbständig zu sein, aber das Verhandeln der Bezahlung ist auch nach Jahren immer noch eine meiner schwersten Übungen. Deshalb finde ich diesen Beitrag über Fehler bei der Honorarverhandlung, den ich neulich auf  impulse.de gesehen habe, sehr hilfreich und möchte ihn gerne teilen.

Komplett nachzulesen ist er hier, aber hier ist schon mal eine kleine Vorschau über die angesprochenen Punkte:
  1. Mangelnde Vorbereitung
  2. Fehlende Übung
  3. Eigene Preise rechtfertigen
  4. Falsche Formulierungen wählen
  5. Von Killerphrasen einschüchtern lassen
  6. Nicht konsequent sein
  7. Ein „Nein“ persönlich nehmen
  8. Abwarten und auf höheres Honorar hoffen
  9. Unter Druck setzen lassen
  10. Zu wenig Selbstwertgefühl haben

Freitag, 15. September 2017

Things are a-changing

... and not because it is becoming very clear that summer has gone (although I hope it will make a reappearance before leaving for good) and fall is already here.

It's also not because the new school year has started and there are almost twenty (20?!) new students at the Fachakademie in Weiden.

No, I am talking about a change in hardware. Seeing as my trusty notebook is becoming ever slower, freezing up almost daily and some of its parts have stopped working entirely (e.g. the disc drive or the fingerprint sensor), I knew it was time for a new laptop.

Anyone who has ever had to switch from one computer to another with more than just a few data and programs knows what this entails... HOURS of clicking, typing, waiting, looking for licences, trying to convince the *%'&§ machine that indeed this is the right number/disc/location/version...

So, I'll keep it short, since I want to be done before Monday AND have some weekend left, too.
Have a good one!

Donnerstag, 7. September 2017

Eine Frage

Aus gegebenem Anlass, und weil heute auf FB so ein passendes Meme war (auch zu sehen auf meiner Seite hier), mal eine Frage an die Kolleginnen und Kollegen:
Korrigiert ihr andere Menschen, wenn sie Wörter falsch aussprechen oder die Grammatik verhunzen? Wenn ja, nur Freunde und Familie? Oder auch Fremde?
Ich komme mir ja immer ein bisschen vor wie ein Grammatik-Nazi oder zumindest doch sehr Oberlehrer-haft, aber abstellen kann ich es irgendwie auch nur schwer...
Ist das ein Berufsrisiko, mit dem ich - und notgedrungen auch meine Umgebung - einfach leben muss? Oder gibt es ein Heilmittel?